Wir über uns

Startseite
    Theater HIN & WEG e. V. Wiesbaden – Am Kloster Klarenthal 15
   

Das Theater für Kinder und Kenner

     












  Was ist das Besondere am Theater HIN & WEG?
 

Das Theater HIN & WEG führt überwiegend Stücke für Kinder und ihre Eltern auf. Dabei haben wir den Anspruch für Kinder verständliches und für Erwachsene dennoch anspruchsvolles, zumindest aber unterhaltsames Theater zu machen.
Das gelingt, in dem wir viel Zeit in der Produktion für die Darstellung der Handlung und der Rollen aufwenden. Für die Kinder muss es im Stück einen nachvollziehbaren roten Faden und den dazugehörigen Spannungsbogen geben. Und in den Dialogen der Theaterfiguren verstecken wir mit intelligentem Sprachwitz und einfacher Ironie Hintersinniges und Nachdenkliches. Das merken die kleineren Zuschauer oft gar nicht, aber die Erwachsenen haben Ihren Spaß dabei.
Mit unserer Marke „Klassiker für Kinder“ wollen wir Familien mit Kindern ab 6 Jahren ansprechen und ihnen Theater- oder Literaturklassiker auf der Bühne präsentieren. In dieser Reihe haben wir zum Beispiel „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch und den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare jeweils im Versmaß getreu der literarischen Vorlage aufgeführt. Den Kindern und Erwachsenen hat das gefallen. Wir wurden nach einer Aufführung von einem Vater auf die angeblich schwer verständliche Reim-Sprache Shakespeares angesprochen. Die Antwort gab das zugehörige Kind selbst, in dem es seinen Vater fragte: Welche Sprache?
Ein besonderer Clou ist in einigen Produktionen die Verbindung von „normalem“ Schauspiel mit den Effekten des Schwarzlichttheaters, wie sie zum Beispiel in unserem „Klassiker für Kinder“ der „Irrfahrt des Odysseus“ zum Einsatz gekommen ist. Auf der Bühne erscheint der Zyklop im Dunkel seiner Höhle nur als ein riesiges leuchtendes Auge und mit mannshohen Füßen, wenn er sich zum Schlafen niederlegt – in der Illusion scheint er tatsächlich lebendig gewesen zu sein, wie uns unsere kleinen Zuschauer lebhaft versicherten!
Erstaunlich, aber wahr: Es gibt keinen Regisseur im klassischen Sinne bei den Produktionen von HIN & WEG, sondern wir machen die Regiearbeit in der Gruppe. Gemeinsam entstehen die tollsten Ideen, diese Erfahrung machen wir immer wieder. Viele unsere Stücke der letzten Jahre wurden selbst geschrieben und komplett in Eigenarbeit vom Bühnenbild bis zu den Requisiten und den Kostümen selbst gestaltet.
Unser Theater in den Räumlichkeiten der Alten Schule in Alt-Klarenthal ist klein aber fein und fasst nur wenige Zuschauer, die aber auf einer echten kleinen Tribüne Platz finden.


  Warum richtet sich das Angebot an Kinder? Weshalb ist Theater generell wichtig für die kindliche Entwicklung?
  Das Theaterangebot von HIN & WEG richtet sich nicht ausschließlich an Kinder, sondern an Familien mit Kindern, in der Regel ab 6 Jahren, dennoch besuchen uns auch viele Erwachsene ohne Kinder. An das Theaterspielen für die ganz kleinen Kinder haben wir uns noch nicht herangetraut.
Kinder sind ein faszinierendes Publikum, weil sie unmittelbar und ehrlich im selben Moment spontan reagieren. Für die kindliche Entwicklung muss Theater aus zwei Perspektiven betrachtet werden: Theater spielen und Theater sehen. Für die kindliche Entwicklung selbst ist das Theaterspielen, aber auch schon das bloße Zuschauen von kleinstem Alter an elementar. Theater schult die sinnliche Wahrnehmung als Voraussetzung für das Begreifen und Erfassen der Welt. Theater für Kinder entwickelt in besonderem Maße die emotionale Intelligenz.
Das Theater HIN & WEG spielt nicht nur Theater vor Kindern, wir spielen auch immer wieder Theater mit Kindern.
  Der Theatername HIN & WEG lässt auf eine gewisse Mobilität schließen? Gibt es Aufführungen außerhalb des Theaterraumes in Alt-Klarenthal?
  Das Theater HIN & WEG hat sich zeitweise als mobiles Theater verstanden und seine Aufführungen in den Bürgerhäusern der Stadt Wiesbaden dargeboten. Seit dem die Bürgerhäuser und Stadtteilzentren nicht mehr über ein ganzes Wochenende angemietet werden können, sondern nur noch für maximal einen Tag, ist der Aufwand für den Aufbau der Bühne, das Spielen und dann noch das Abbauen an einem einzigen Tag als Amateurtheater zu groß. Deshalb haben wir seit 2012 unseren Probenraum in Alt-Klarenthal als Aufführungsraum mit einer eigenen Tribüne und knapp 50 Sitzplätzen etabliert.
Aus der „mobilen Zeit“ haben wir uns einen Open-Air Aufführungsort bewahrt, den wir alljährlich an einem Wochenende im Sommer bespielen – die Waldwiese am Forsthaus Lennebergwald in Budenheim.
  Welches Stück ist bei Kindern besonders beliebt? Nach welchen Kriterien wird die Stückauswahl getroffen?
 

In der Regel entscheiden die Erwachsenen über das Kulturprogramm ihrer Kinder. Unsere Erfahrung ist, dass die Kinder viel offener gegenüber Neuem sind als deren Eltern. Wir erleben es regelmäßig, dass unbekannte, aber faszinierende Kinder-Theater-Stücke schlechter besucht sind als „Klassiker“ der Kinderliteratur, insbesondere, wenn sie über das Fernsehen und Kino Verbreitung gefunden haben, wie zum Beispiel das „Sams“. Andererseits sind bei diesen Stücken die Erwartungshaltungen und Vorstellungen vom Aussehen und Agieren der Figuren so stark bildlich vorgeprägt, dass es oft schwer ist, mit einer anderen Inszenierung dagegen zu bestehen.
Mit unserer Stückeauswahl versuchen wir immer wieder den Spagat zwischen Bekanntem und Neuem. Um Raummieten, Equipment wie Beleuchtung und Beschallung, sowie das Bühnenbild, die Requisiten und die Kostüme bezahlen zu können, müssen wir leider auch wirtschaftlich denken und unsere Stückauswahl nicht nur an unserem Interesse, was wir gerne für die Zuschauer spielen wollen, sondern auch an der voraussichtlichen Publikumsnachfrage orientieren. So haben wir in den letzten Jahren die Produktion des Kinderbuchklassikers „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler in der kompletten Räuber-Trilogie inszeniert. Dass wir uns auf solche Stücke einlassen, heißt aber nicht, dass wir diese mit weniger Herzblut und Engagement auf die Bühne bringen.
Bei dem Stück vom "Kleinen König Kalle Wirsch" nach dem Roman von Trude Michels haben wir uns darauf verlassen, dass die Techtelmechtel von Kalle Wirsch und Zoppo Trump um den Königstitel der Erdmännchen noch vielen Erwachsenen aus der Inszenierung der Augsburger Puppenkiste bekannt sind. Das war aber nur bei den Großeltern der Fall, die heutige Elterngeneration kannte diesen Klassiker schon nicht mehr.

 

Neben den „Klassikern“ spielen wir auch immer mal wieder das absurde poetische Theaterstück „Wer hat meinen kleinen Jungen gesehen“ von Suzanne van Lohuizen.
Seit 2016 haben wir zur Adventszeit auch ein Weihnachtsmärchen auf dem Spielplan: Ox & Esel von Norbert Ebel.
„Mitten im Winter in Bethlehem. Ox kommt von der Arbeit nach Hause in seinen Stall - und da liegt doch tatsächlich ein kleines lebendiges Etwas in seiner Krippe. Ein Kind mitten auf seinem Abendessen - das ist ja wohl die Höhe! Esel muss her, aber der ist nie da, wenn man ihn braucht ... Und als er endlich kommt, wissen alle beide nicht, was tun und vor allem: wohin mit dem kleinen «Matthias». Denn draußen ist es bitterkalt. Schon bald stellen Ox und Esel fest, dass der kleine Schreihals von drei komischen Männern, aber auch von Soldaten gesucht wird. Ein Soldat wird in die Flucht geschlagen und die beiden liebenswerten Tiere übernehmen die Elternschaft, bis die wahren Eltern, Josef und Mechthild - oder so - vom Einkaufen zurück sind ...“

Wiesbaden, den 10.01.2018
Theater HIN & WEG
Christoph Schmitt

Zuschauermeinungen über uns:

... WIR WAREN BEGEISTERT! ... Hier wurde mit viel Liebe, Witz und kreativen Lösungen auf kleinstem Raum wahrlich Großes angeboten - ...es war einfach nur großartig. Beim anschließenden Umtrunk konnten wir dann noch unmittelbares Feedback geben und Fragen stellen, was unsere 2 Jungs (8 und 6 J.) auch fleißig gemacht haben. Fazit: unsere Odyssee nach Wiesbaden hat sich gelohnt und wir sind gespannt auf die nächste Inszenierung!...“.

Wiesbadener Kurier im Artikel: Nur noch kurz die Welt retten
DIE ZEHN FRAGEN. Hendrik Seipel-Rotter zu drei Dingen, die man in der Region getan und erlebt haben muss: [...]; Schwarzlichttheater HIN & WEG, [...].
Hendrik Seipel-Rotter ist PR-Berater für den Konzertveranstalter Schlachthof-Wiesbaden.